Am heutigen Montag startete unser Tag nicht so wie geplant. Constanze hatte starke Halsschmerzen und fühlte sich absolut „neben der Spur“. Wir beschlossen deshalb beim Frühstück, hier einen Arzt zu besuchen.
Die Nachfrage in der Apotheke ergab, dass in Welschnofen die Ärztin nur Nachmittag Sprechstunde hält. Ich hatte in der Zwischenzeit ergoogelt, dass in Deutschnofen eine Ärztin Sprechstunde hat.
Also auf nach Deutschnofen. Im dortigen „Haus der Begegnung“ residierte die Ärztin. Constanze ging hoch und ich wartete auf dem Parkplatz und nutzte die Gelegenheit, um eine Broschüre über die Wandmalereien in St.Helena zu kaufen und zu lesen.
Nach gefühlt 45 Minuten kam Constanze wieder und war ganz bewegt von dem Arztbesuch. Die gute Nachricht war, dass nichts vereitert war, die schlechte, dass es eben etwas Schonung braucht, bis alles wieder in gang kommt.
Die Praxis selbst war aber sensationell offline. Kein Personal, die Ärztin machte alles selbst, keine Formulare, das Rezept war ein weisses Blatt Papier auf dem handschriftlich die Medikamente standen, mit einem Stempel als Beleg und ebenso die Rechnung „für eine Untersuchung wegen Halsweh“, handschriftlich auf einem weissen Blatt Papier, ohne Einlesen der Chipkarte, ohne irgendwelche Belege. Mal sehen, was die Krankenkasse in Deutschland zu der Rechnung sagt! Sensationell!!!
Gegen Mittag waren wir wieder in der Wohnung und da ja Constanze ausgefallen war, entschloss ich mich allein eine Fahrradtour auf dem uns gegenüberliegenden Berg zu unternehmen. Einen Namen hat der Berg wahrscheinlich nicht, uns reizten immer die einzelnen Häuser, die man oben auf dem Gipfel sieht.
Nach Wanderkarte war der Berg von der Karerseestraße aus zu erreichen.
Die Tour hinauf Richtung Karerpass war schon ein Hammer. 500 Höhenmeter am Stück, ohne Unterbrechung und Pause kosteten mich den ersten Balken am Fahrradakku.
Oberhalb vom Hotel Adler ging der Weg 25 ab (breiter Fahrweg, nicht der kleine Trampelpfad „25“, der auf den breiten Weg hinauf führt) und dann ziemlich lang Richtung Geigerhof und Stadlalm. Dort führte mich dann der Weg 27 wieder Richtung Welschnofen zurück und erreichte unterhalb der Information, gegenüber dem verfallenen Hotel „Albergo“ wieder die Straße hinauf nach Welschnofen.